Alles rund um E Mobilität

  • Edit: Da der Corsa F Thread immer mehr in Richtung E Mobilität abdriftete habe ich mal diesen Thread in´s Leben gerufen ;)
    Mfg GTdrifter



    Ich habe mir heute einfach mal den Spaß gemacht einen richtigen Vergleich zu starten:


    Opel Corsa F 1.2 130 PS AT GS-Line

    Opel Corsa F e First Edition

    Grundpreis

    23.340,- €

    32.900,- €

    Grundfarbe Schneeweiß

    300,- €

    300,- €

    Dachfarbe Schwarz

    330,- €

    ohne Aufpreis

    Sitze

    Stoff Banda
    ohne Aufpreis

    Stoff Imagination
    ohne Aufpreis

    Räder

    17 Zoll, vier Doppelspeichen, schwarz
    300,- €

    17 Zoll (Serie)
    ohne Aufpreis

    Assistenzsysteme

    180° Panorama Kamera, EPH hinten
    490,- €

    180° Panorama Kamera, EPH hinten
    490,- €

    Universalladekabel

    -

    720,- €

    Sicht-Ausstattung

    170,- €

    Serie

    LED Matrix Licht

    600,- €

    700,- €

    Multimedia Navi

    800,- €

    500,- €

    Opel Connect

    -

    Serie

    Klimaautomatik

    310,- €

    Serie

    Quickheat

    -

    Serie

    Solar Protect

    200,- €

    200,- €

    Winter Paket / Sitz und Lenkradheizung

    330,- €

    350,- €

    Mittelarmlehne

    100,- €

    Serie

    Gesamtlistenpreis

    27.270,- €

    36.160,- €

    Derzeitiger Rabatt laut apl.de

    ab 5.980,31 €

    ab 3.797,39 €

    Beim Corsa-e sind hierin bereits 2.380,- € E-Auto Prämie enthalten.
    Zusätzlich sind 1.620,- € Förderung durch den Staat abzuziehen.

    in %

    21,93 %

    10,50 %

    Staatliche Prämie

    -

    ab 1.620,- €

    Endkundenpreis exkl. Überführung usw.

    21.289,69 €

    30.742,61 €

    Differenz 9.452,92 € oder plus 44,4 %



    Am Ende bleibt ein komisches Gefühl. Nach wie vor sehe ich viele ungelöste Herausforderungen der E-Mobilität. Vor allem aber bleibt die Frage, wer sich so ein E-Fahrzeug leisten kann und will? Derzeit sehe ich in Deutschland noch keinen Durchbruch für diese Antriebsform.


    Und zum "normalen" Corsa - ich bin nach wie vor ein wenig geschockt wie PSA die Preise angezogen hat. Das ist im Vergleich zum Corsa E echt heftig. Rein gefühlsmäßig würde ich sagen reden wir von im Schnitt 2.500,- € pro Fahrzeug mehr. Bedenkt man dann noch, dass in der Entwicklung, durch Gleichteilstrategie usw. die Fixpreise auch noch um etwa 1.000,- gesunken sein dürften, reden wir von einem Mehr an Umsatz von ca. 3.500,- € pro Corsa (allerdings in Bezug auf mein Beispiel hier). Mir wird da schwindelig :S Der Corsa wird wohl der neue Margenbringer schlechthin bei Opel.


    Mal sehen was da noch so kommen mag :ddd123:

  • Und dann die große Frage...was hat der Wagen noch an Wert wenn man ihn nach Jahren wieder loswerden möchte,gerade im Bezug auf den Akku.
    Für den Export sind solche Fahrzeuge auch völlig uninteressant.
    Denke mal so nen 6-7 Jahre altes E Auto ist dann nen Komplettausfall.

  • Und dann die große Frage...was hat der Wagen noch an Wert wenn man ihn nach Jahren wieder loswerden möchte,gerade im Bezug auf den Akku.
    Für den Export sind solche Fahrzeuge auch völlig uninteressant.
    Denke mal so nen 6-7 Jahre altes E Auto ist dann nen Komplettausfall.

    Da magst du absolut nicht Unrecht haben :gruebel: Bedenkt man dann noch, dass die Produktion eines E-Autos in etwa so viel mehr CO2 produzieren soll, wie ein Verbrenner, der 100 TKm gefahren ist, geht sich das Ganze maximal noch zu null aus. Man hätte also nichts gewonnen. Je länger ich drüber nachdenke, umso bekloppter halte ich den E-Auto Wahnsinn.


    Wasserstoff hielte ich da für die bessere Alternative. Mittlerweile kann man sogar konventionelle Dieselmotoren auf Wasserstoff umrüsten. Und dann macht das Auto hinten nur noch Pipi :thumbup:

  • Vorab:
    Das ist nur meine bescheidene und ganz persönliche Meinung zum Thema E-Mobilität.



    Ich bin grundsätlich kein Freund des "Elektro Hypes", der gerade von allen gepusht wird.
    Das ganze ist zum einen nicht bis zu Ende gedacht und viele Probleme werden nicht gehört, wollen nicht gehört werden und interessieren die "Lobby" einfach nicht.


    Nehmen wir doch mal das einfachste, aber auch notwendigste Thema: Das e-Fahrzeug muss geladen werden.
    Easy für diejenigen, die ein Haus haben. Idealerweise noch mit Garage.
    Aber was macht der, der in einem Mehrstöckigen Hochhaus wohnt? Der keinen Stellplatz direkt vor der Tür hat? Der vielleicht in einem Hinterhof wohnt?
    Soll der eine Kabeltrommel legen?


    VW hat am Beispiel des E-Golf berechnet, dass der erst ab einer KM Leitung von 100000 KM ökologisch wird.
    Stellt sich mir nur die Frage, machen die Akkus die bis dahin anfallenden Ladezyklien mit?
    Und selbst wenn die Akkus so lange halten. Wie lange werden sie dann noch halten?


    Denke mal so nen 6-7 Jahre altes E Auto ist dann nen Komplettausfall.

    ^^ So sehe ich das auch. Und dann gehts an die Entsorgung. Stellt sich mir wieder die Frage, wo dann noch die Ökologie bleibt?


    Klimaschutz usw, alles OK und verständlich. Dann aber richtig, transparent und vor allem nachhaltig.

    VG
    :M&M2_re: :M&M_re: :M&M_li: :M&M2_li:
    ManU & Micha


    "Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen"
    Walter Röhrl


    Neu hier? Dann stell Dich doch kurz HIER vor ;)

  • Ich wäre mit Sicherheit ein prima E-Auto-Kunde. Eine Garage mit Strom, Wasser und Heizung ist vorhanden, der Hausanschluss befindet sich zur Not auch auf gleicher Höhe und zu dem ganzen Glück habe ich auch noch zwei Ladestationen direkt vor meinem Büro, bei denen man beim Ladevorgang auch noch kostenfrei und uneingeschränkt parken darf und dann fahre ich auch noch gerne kleine Autos. Schade für alle Hersteller, dass ich nichts, aber auch so wirklich gar nichts von E-Autos halte.



    VW hat am Beispiel des E-Golf berechnet, dass der erst ab einer KM Leitung von 100000 KM ökologisch wird.Stellt sich mir nur die Frage, machen die Akkus die bis dahin anfallenden Ladezyklien mit?
    Und selbst wenn die Akkus so lange halten. Wie lange werden sie dann noch halten?


    Das liegt an der Größe des benötigten Akkus. Kleine Autos, die für rund 100 km Strecke ausgelegt sind, rechnen sich dann schon bei knapp 30.000 km. Mit Ökostrom sogar noch früher.


    Ich glaube mitlerweile auch, dass die Akkus deutlich länger halten. Das Problem mit der Entsorgung stellt sich eigentlich nicht, da es schon eine Projektfirma gibt, die einen sehr hohen Anteil der Materialen zurückgewinnen kann. Die Technik dafür ist also auch schon da.


    In Zukunft kann man garantiert auch günstigere Akkus kaufen, sobald das ganze System mit den E-Autos läuft.


    _______


    Ganz am Anfang der E-Mobilität fand ich die Idee echt interessant. Aber je mehr Leute sich damit beschäftigen, desto mehr kommen auch die ganzen Nachteile ans Licht. Wir zerstören eh schon so viel für die Mobilität, und jetzt fangen wir im Grunde auch noch an ein ganz neues Ökosystem zu zerstören, nur damit wir an genug Lithium kommen. Die Mangan-Gewinnung ist auch nicht wirklich lustig. Dazu kommt noch der hohe CO2-Ausstoß bei der Produktion des Akkus. :spinn:


    Daran möchte ich mich einfach nicht beteiligen. Und falls ich irgendwann doch auf ein E-Auto umsteigen muss (z.B. weil die korrupten Politiker einem bald sicher auch noch eine Exspiration-Steuer aufdrücken), dann sollte es 200+tkm inkl. Akku halten, damit man wenigstens ordentlich CO2 einsparen durfte. :frust:


    Auch möchte ich sicher und bezahlbar unterwegs sein. Man hat ja schließlich nicht endlos Geld zur Verfügung...auch wenn die feinen Damen und Herren das gerne so glauben mögen. Die kleinen Autos, die ich oben angesprochen habe, sind meistens ohne Airbags unterwegs und haben auch noch nicht wirklich Crashtests bestanden. Also deklariert man sie kurz zu Quads und schon ist man fein raus. :watchout:


    Ok, aber sagen wir mal ich gebe das Geld für einen Kleinwagen mit E-Antrieb aus und kaufe den Akku anstatt ihn zu mieten. Nun stellen wir uns auch noch vor, dass der Akku tatsächlich 200tkm hält. Habt ihr euch schon einmal mit dem Tarifdschungel beim Tanken beschäftigt? Da ist eine chinesische Gebrauchsanweisung für einen mit Stimmungslicht und Wechselfarben bestückter Brotbackautomat mit Internetzugang und Sprachausgabe nichts gegen! Und man kann sich gegen die Preise nicht wehren, da es kaum Ladesäulen gibt und auch keine Preise angeschlagen sind, wie z.B. bei einer Tankstelle. Selbst wenn man die Preise groß dran schreiben würde...was würde es bringen? Nichts, da man in der Nähe eh keine zweite Station hat.


    Nun wir haben Glück. Wir haben in der Pampa die ersehnte Säule gefunden und der Preis passt auch. Schade nur, dass da schon einer lädt und auf dem zweiten Ladeplatz einfach so einer parkt. Der dritte Platz ist leider wegen einer technischen Störung gesperrt. Jetzt darf man auch noch die Restladezeit von Säule 1 auf seine eigene aufrechnen. Tjoa...man hatte ja für heute eh nichts mehr geplant... :motz:


    Aktuell sind die Mietbatterien Standard. Renault ist zu meiner Überraschung billiger geworden. Wollten die vor ein paar Jahren noch (Zoe) 195 Euro von mir, so sind es heute nur noch 119,-. Mit meiner Fahrleistung käme ich mit Strom auf knapp über 200 Euro. Das ist deutlich mehr, als ich für Sprit bezahle. Da hatte ich aber auch nur den Hausstrom berücksichtigt. Als ich dann erfahren habe, dass die Besitzer der Ladesäulen bei den Preisen ihren eigenen Gesetzen folgen, konnte ich diese Rechnung dann auch noch in die Tonne werfen.


    Also egal von welcher Seite man es betrachtet, es ist und bleibt weder für die Umwelt, noch für den Geldbeutel, noch für den Alltag ein Gewinn. Oder anders gesagt: Wenn etwas wie Scheiße riecht, aussieht wie Scheiße und auch nach Scheiße schmeckt, dann ist es meistens auch Scheiße.


    Und sobald alle Leute E-Autos fahren, werden diese garantiert in den Innenstädten verboten, weil sie einfach zu viel Elektrosmog erzeugen. Versprochen! :D

  • Ich glaube wir haben zum jetzigen Zeitpunkt einfach immer noch nicht verstanden, dass wir nicht Teil der Lösung, sondern das Problem schlechthin sind. Unsere Art und Weise zu leben - das Wirtschaftssystem mit seinem Dauermantra höher, schneller, weiter und eine permanent anwachsende Menschheit, die möglichst noch nach unserem Mantra leben will.


    Dabei übersehen wir, dass die Natur unter keinen Umständen mit uns verhandeln wird. Wir verstehen diesen Planeten derzeit nicht als das was er für uns eigentlich ist - ein Geschenk, der uns das Leben erst ermöglicht hat. Jeder sollte doch mal in sich gehen und fragen, was genau es eigentlich ausmacht dieses Leben. Da wird´s sicher unterschiedliche Antworten geben. Aber kann die Antwort ernsthaft sein, dass man in der kurzen Zeit zwischen der Geburt und dem Ableben so viel Eigentum wie möglich anhäuft? Und das dann vor allem auf dem Rücken der Umwelt und anderer Menschen. "Also - ja, wir haben den Eisberg gesehen und halten trotzdem weiter volle Kraft darauf zu. Und warum? Offenbar weil wir unbedingt sinken wollen!"(Ausschnitt aus dem Film "A World beyond")


    Die E-Mobilität ist gerade einmal wieder der Ausdruck eines fehlgeleiteten Aktionismus unter dem Mantra der Wirtschaftspolitik. Klar - niemand hat ein Interesse daran, dass sich Menschen wirklich Emissionsfrei fortbewegen können, niemand daran, dass Menschen ihr Zuhause vollkommen autark mit Energie versorgen könnten. Jedenfalls dann nicht, wenn mit "niemand" eine relativ kleine Personengruppe auf diesem Planeten gemeint ist. Die Technik ist vorhanden - wird sie aber nicht gewollt bzw. bleiben die Menschen insgesamt nicht wach und fordern ein, was möglich wäre, dann ändert sich auch nichts. Es ist sooo schön einfach sich hinzustellen und zu sagen davon wisse man nichts. Dazu - "Meine Antworten sind begrenzt - sie müssen die richtigen Fragen stellen!"(Ausschnitt aus dem Film "I Robot")


    Auch wenn wahrscheinlich einige hier jetzt sagen mögen, was labert der Spinner da nur. Euch sei dieses Meinung gelassen. Ich bin davon überzeugt, dass ein jeder von uns sein Verhalten ändern und so zu einer besseren Welt für alle beitragen kann. Wir haben lange genug die Egoisten Schiene gefahren. Die Durchsetzung eigener Interessen ist wichtig, jedoch nicht um jeden Preis. Es liegt an uns wie die Zukunft aussehen wird. Und der Verbrenner mit 300+ PS wird wohl nicht mehr Teil einer solchen sein - aber ich denke, dass können wir überleben, oder...... :12ttt3:

  • Ich brauch gar nicht so viel schreiben an Text wie meine Vorgänger - ich sag bzw schreib nur Wasserstoff - Elektro wird sich nicht durchsetzen als Fortbewegungsmittel in dem Sinne wie wir es heute darunter verstehen und der Corsa F in der Elektroversion wie auch seine elektronischen Verwandten wird ein Flop.

  • Ich brauch gar nicht so viel schreiben an Text wie meine Vorgänger - ich sag bzw schreib nur Wasserstoff - Elektro wird sich nicht durchsetzen als Fortbewegungsmittel in dem Sinne wie wir es heute darunter verstehen und der Corsa F in der Elektroversion wie auch seine elektronischen Verwandten wird ein Flop.

    Jup :thumbup:

  • Und dann die große Frage...was hat der Wagen noch an Wert wenn man ihn nach Jahren wieder loswerden möchte,gerade im Bezug auf den Akku.
    Für den Export sind solche Fahrzeuge auch völlig uninteressant.
    Denke mal so nen 6-7 Jahre altes E Auto ist dann nen Komplettausfall.

    Falsch. E-Autos sind weitaus wertstabiler als Verbrenner.


    Bei einer Garange mit Stromanschluss ist laden keinerlei Problem im Alltag. Für alle Anderen eben nicht. Es muss nicht immer für Alle Alles die perfekte Lösung sein.


    Wasserstoff ist weitaus komplexer, sowohl bei Infrastruktur als auch bei der Konstruktion des KFZ. Daher auch weitaus teurer.

  • Falsch. E-Autos sind weitaus wertstabiler als Verbrenner.
    Bei einer Garange mit Stromanschluss ist laden keinerlei Problem im Alltag. Für alle Anderen eben nicht. Es muss nicht immer für Alle Alles die perfekte Lösung sein.


    Wasserstoff ist weitaus komplexer, sowohl bei Infrastruktur als auch bei der Konstruktion des KFZ. Daher auch weitaus teurer.

    Wieso falsch? Es ging um die Akkuproblematik und was ein Fahrzeug noch an Wert haben kann, wenn dieser nicht mehr oder nur noch sehr begrenzt funktioniert. Ich würde für so ein Fahrzeug dann auch nicht mehr viel zahlen. Abgesehen davon resultiert die Wertstabilität der Fahrzeuge derzeit noch aus einem relativ kleinen Angebot. Warte mal noch zehn Jahre. Dann ist das auch kein Thema mehr.