Opel Adam als erstes Auto? Mein Erfahrungsbericht

    • Gaschel schrieb:

      Ich wusste, dass meine Aussage provoziert :D
      Dazu gehört allerdings jemand, der sich provozieren lässt. Ich habe lediglich normal und ohne Wut (maximal mit Unverständnis) auf deinen Beitrag geantwortet. Aber wo du es schon zugibst: Was soll das? Warum schreibt man einen Beitrag mit der Absicht sinnlos zu provozieren?

      Gaschel schrieb:

      Zu Deinem Beispiel mit der Landstrasse: (Achtung wieder Provokation) Du warst für diese Situation zu schnell. Die StVO sagt in §3 (1) "Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird.

      [...]

      Was ich eigentlich sagen will: Die ganzen Helfer geben einem Sicherheit. Trotzdem sollte man meiner Meinung nach immer so fahren, als hätte man keine.
      Deine Argumente führen eigentlich nur zu dem Schluss, dass alle ihr Auto stehen lassen sollten und nur noch Menschen mit Rennlizenz auf unsere Straßen dürfen. Alternativ fahren wir alle einfach nur noch in Schrittgeschwindigkeit. Das ist mir ein bisschen zu viel "Nothing to hide, nothing to fear"-Denke (Im Sinne von "Wer Autofahren kann, braucht auch keine technischen Hilfsmittel").
      Wie du sicher weißt, gibt es in der Straßenverkehrsordnung auch divese Schilder mit Zahlen drauf, die einem eine Maximalgeschwindigkeit vorgeben. Meine Formulierungen und Beispiele basieren selbstverständlich auf der Annahme, dass diese (und alle weiteren Regeln) eingehalten werden (Von dem anfänglichen Russland-Extrembeispiel bist du ja mit der Verallgemeinerung abgewichen). Tut man dies, so wird man selten die Lämpchen in den Instrumenten blinken sehen. Der Wildunfall steht allerdings für ein Szenario, bei dem trotz angepasster,regelgerechter Fahrweise die Fahrhilfen Leben retten. (Und bevor du damit anfängst: Ja, auch deine 200 km/h mögen in dem Streckenabschnitt zulässig gewesen sein, aber in dem Geschwindkeitsbereich sollte einem zusätzliche das Risiko bewusst sein.)

      Gaschel schrieb:


      Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in meinem Beruf gerne eine faule Sau bin und nichts zu tun haben möchte.
      Ach ja, ich bin Berufsfeuerwehrmann und habe schon zu oft weisse Laken über eingeklemmte, tote, junge Menschen gedeckt, weil ABS und ESP doch nicht mehr gereicht haben.
      Deine Faulheit ist in dem Berufsfeld absolut nachvollziehbar, aber noch mal: Ich plädiere nicht für's Rasen, nur weil die heutigen Autos sicher sind. Es geht nicht um das Austesten von Grenzen mit dem Rettungsanker in der Hinterhand, sondern um Sicherheitsmerkmale, die in unerwarteten Situationen dir Arbeit abnehmen.

      Insofern verstehe ich deine Provokationen und diese Diskussion nicht. Mit deinen Argumenten kann man nämlich sämtliche technischen Entwicklungen in allen Bereichen verteufeln.
      ""
    • @Gaschel
      Um mich jetzt doch nochmal einzubringen, da ich merke das eventuell einiges missverstanden wurde, nicht nur im Bezug auf die Fahrhilfen um ABS, ESP usw. Darauf gehe ich jetzt aber gleich zu Beginn ein.
      Ich gebe Gaschel absolut Recht, wenn er sagt, dass das Fahrzeug immer so gefahren werden muss, als das es beherrschbar ist! Und damit, dass die physikalischen Grenzen nicht selbstverschuldet überschritten werden sollen. Aber! Ich habe mich auf Fahranfänger bezogen und spezialisiert. Die Frage ist nun also, woher soll der Fahranfänger die Grenzen des Fahrzeugs bzw. der Physik kennen? Der Fahranfänger hat nicht nur wenig Fahrerfahrung, er verfügt auch über kaum die motorischen Fähigkeiten um in Ausnahmesituationen richtig und kontrolliert zu reagieren.
      Von daher würde ich mit Bestimmtheit behaupten, dass ein Fahranfänger garnicht genug Fahrhilfen und Sicherheitsausstattungen haben kann! Zum Schutz für sich selbst. Ich meine aber nicht, dass es nicht auch ohne geht. Ich selbst fahre auch häufig einen Mercedes W124 Coupé der auch über keine Fahrhilfen außer ABS verfügt. Gut, ich bin jetzt auch ein schlechtes Beispiel für einen Fahranfänger durch meine Motorsportaffinität.

      Und dann möchte ich noch auf eure Erstwagen eingehen.
      Zum Beispiel @Adam Blue GT sagte, er hätte sein erstes Auto 1980 gekauft (Opel Kadett C BJ. 1972). Dabei möchte ich aber nochmal darauf hinweisen, dass seit 1980 knapp 20 Mio. PKW mehr als damals auf der Straße sind und somit das Unfallrisiko exponentiell gestiegen ist. Ich würde auch behaupten, dass es einen Unterschied gibt, wenn zwei C Kadett zusammenstoßen, im Vergleich zu einem neuen 5er BMW der einen C Kadett trifft. Das sind alles Dinge, über die ich mir Gedanken mache.

      @SilvisAdam schreibt, dass natürlich ein Neu- oder Jahreswagen finanziell für die meisten Eltern nicht tragbar sind. Das entspricht natürlich der Wahrheit! Dazu möchte ich gerne noch folgendes ergänzen. Wie bereits gesagt ist ein teures Auto für Fahranfänger Quatsch! Ich wollte lediglich dazu animieren, beim Autokauf auf die Sicherheit des Fahrzeugs zu achten und nicht NUR auf Preis und Aussehen. Dazu sollte mein Beispiel (Jahreswagen) nur als kostengünstigere Alternative zum Neuwagen dienen.
      Als Beispiel würde ich als erstes Auto einen VW Lupo vorschlagen. Gute Exemplare sind schon für 1500-2000€ zu bekommen. Die Sicherheit lag den VW-Leuten bei diesem Fahrzeug am Herzen. Ich denke wenn man noch weniger als 1000€ zur Verfügung hat für sein erstes Auto, dann sollte man sich vielleicht überlegen ob es nicht noch eine Weile ohne Auto geht, bis man die Möglichkeit hält, sich ein sicheres Auto zu kaufen. Vorsicht: Das ist wieder nur auf Fahranfänger, sprich 18-19 Jährige bezogen. Darüber hinaus sind ja schon mehr Erfahrung im Straßenverkehr vorhanden und Situationen können besser eingeschätzt werden.

      Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen und ich konnte den einen oder anderen dazu anregen mehr auf die Sicherheit beim Autokauf zu achten.
      Und danke für eure konstruktive Kritik, ich hoffe ich konnte gut darauf aufbauen.


      Gruß, Matze

    • Eins vorweg, lass uns nicht streiten. Ohne Dich zu kennen finde ich Dich und Deine Beiträge -auch wg. NX1701 und vor allem wg. des Aufklebers auf Deiner Heckscheibe auf dem völlig falsch lackierten Auto- recht sympathisch.

      Ich habe meinen Beitrag nicht geschrieben um zu provozieren, sondern ich habe ihn geschrieben obwohl ich wusste, das er das könnte.

      Und niemand soll sein Auto stehen lassen. Auch ich bin nicht auf die Welt gekommen und war der perfekte Autofahrer (und bin es heute natürlich auch nicht). Selbstverständlich finde ich all die Helferlein sehr gut und bin froh, dass heutzutage fast jedes Fahrzeug mit Airbag & Co ausgestattet ist und nicht nur den Besserverdienenden mit Mercedes vorbehalten sind.
      (Mein erstes Auto war ein 1978er Opel Ascona B mit 60 PS. Bei dem war der rechte Aussenspiegel noch Sonderausstattung. 70 DM Aufpreis, ich habe letzte Woche noch die Rechnung bei meinen Eltern gefunden :P ).

      Meine Tochter wird nächstes Jahr 17 und ich bin froh, dass es heutzutage das begleitete Fahren gibt. Ich galaube nämlich nicht, dass man nach bestandener Prüfung Autofahren kann. Dann kommt erst die richtige Lernphase. Mein Adam, den ich am 22. abholen kann, wird dann wohl ihr Auto für die ersten Fahrversuche. Eigentlich sollte das unser Corsa B werden, der im Januar selbst volljährig geworden ist. Trotz der Beulengefahr, bin ich doch froh, dass sie dann ein Auto hat, das über mehr Sicherheitsfunktionen verfügt.

      Nochmal ganz deutlich. Ich habe nicht (und will auch nicht) den technischen Fortschritt verteufeln, ganz im Gegenteil. Ich möchte nur, dass sich der Autofahrer darüber im klaren ist, das er eine Tonne und mehr an Stahl mit erheblicher Geschwindigkeit durch die Gegend bewegt. Und da Kraft nun mal für immer und ewig aus Masse mal Beschleunigung besteht, ändert keine technische Einrichtung die Physik. Sie hilft uns nur die Folgen zu verringern und näher an die Grenzen zu kommen.

      In diesem Sinne, allzeit gute und vor allem unfallfreie Fahrt.

      Gruss, Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gaschel ()

    • Gaschel schrieb:

      Eins vorweg, lass uns nicht streiten. Ohne Dich zu kennen finde ich Dich und Deine Beiträge -auch wg. NX1701 - recht sympathisch.
      Ich finde es schön, das Diskussionen auch mal so ein Ende nehmen können. Danke dafür! :)

      Gaschel schrieb:


      In diesem Sinne, allzeit gute und vor allem unfallfreie Fahrt.
      Ebenfalls! Und viel Spaß mit dem neuen Adam. :auto:
    • Hallo zusammen,

      also diese Diskussion ist mal wieder so eine, wo Aussagen über den Sinn von Fahrhilfen im Adam für Fahranfänger persönlich genommen werden, und das kotzt mich mittlerweile regelrecht an. Wieso kann man nicht polarisieren oder eine andere Meinungen proklamieren ohne gleich standesrechtlich erschossen zu werden?? Stattdessen muss man sich persönlich angegriffener annehmen und die eigenen Aussagen unnötigerweise entkräften, damit sie in diese weichgespülte Welt passen.
      Die Tatsache, dass Geschwindigkeit tötet, ist uns allen bekannt und, dass ABS und Co schon viele Leben gerettet haben ist auch ein Fakt. Jeder Berufsfeuerwehrmann ist nicht zu beneiden, denn weiße Tücher gehen unter die Haut und bleiben einem als Normaler im Gedächtnis haften. Was ich aber sagen will, ist dass wir Menschen aus Fehlern und Erfahrungen lernen und je rudimentärer diese sind, um so mehr richten sie nachhaltige Erinnerungen an gemäßigter zu Fahren.
      Wer schon mal mit einem Auto ohne ABS eine Vollbremsung gemacht hat, der weiss was ABS leistet und was ohne passieren kann. Wer ein Auto ohne Servolenkung gefahren ist, weiss dass man im Stand nicht am Lenkrad dreht, sondern es viel leichter geht mit einer leichten Radbewegung. Anfahren ohne Traktionskontrolle ist noch so ein Ding. Früher hat man so etwas gelernt und wusste was zu tun ist. Wer so etwas nie gelernt hat, weiss gar nicht was dahinter steckt und ist dann urplötzlich überrascht, wenn das Auto dann doch mal unerwartet rein physikalisch reagiert.
      Aus diesem Grunde bin ich dafür, dass alle Fahrschüler mit ner alten Gurke anfangen sollten, denn dann lernen sie Respekt vor den möglichen Kräften. Wenn man dann gelernt hat, kann man ja gerne auf ein neueres Modell wechseln. Die meisten Fahrschulen haben doch nur die neuesten Autos im Angebot und lernen kannste damit vielleicht den Schulterblick, aber mehr auch nicht. Und selbst der fällt immer schwerer, weil die B+C immer dicker werden.

      Ich will mit meinem Beitrag niemanden hier persönlich angreifen, damit das mal klar ist! Ich äußere meine persönliche Meinung über ein Threadthema.
      Und nein, ich stecke nicht in den 70/80ern fest, sonst hätte ich mir nicht ein neues Auto gekauft.
      Aber mir fällt im täglichen Leben immer wieder auf, dass viele Menschen durch die Sicherheitsmerkmale und Helferleins in ihren Autos gerne vergessen, dass sie immer noch Führer eines Kraftfahrzeuges sind und dies bei Mißbrauch und Fehlbedienung sehr ernsthafte Konsequenzen haben kann.


      Und ja, der Adam ist ein geiles Auto. Selbst für Fahranfänger ;)
      In diesem Sinne Gute Fahrt
      Gruß
      Dirk

      AdAm JAM / 87PS / Intellilink / LED Licht- & Sichtpaket / 17" Hurricane & 15" Borbet F
      Sitz- & Lenkradheizung / Parkassistent / Morrocana Ocio Black / Folierungen / Tiefer & Breiter...
    • Fahrtsicherheitstraining

      Habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, aber ich bekomme auch einen Opel Adam als Erstwagen (er ist jetzt etwa 2 Jahre alt/jung) und werde meine erste längere Strecke (~100km gesamt) zum nächsten Fahrtsicherheitstraining vom ADAC machen.

      Ich denke dass das (besonders für Fahranfänger wie mir) besonders helfen kann, aber auch erfahrenen Autofahrern, da man dort mit seinem eigenen Auto das Gefühl bei Aquaplaning, Gefälle, Steigung, Ausweichen, etc... entwickeln kann.

      LG

      :adamrotl: ADAM since III.IX.MMXV :adamrotr:
    • @wildcat kleiner tipp: oft zahlt die Berufsgenossenschaft sogar so ein Training! Also besser vorher klären, es gibt dann einen Gutschein!

      Viel Spaß dabei!

      Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk

      Erstzulassung am 16. Dezember 2013!

    • @wildcat kleiner tipp: oft zahlt die Berufsgenossenschaft sogar so ein Training! Also besser vorher klären, es gibt dann einen Gutschein!

      Ich bin noch Schülerin :iu555t:

      via Smartphone
      :adamrotl: ADAM since III.IX.MMXV :adamrotr:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wildcat ()

    • Das mit dem Fahrsicherheitstraining kann ich nur unterstützen. Habe das jetzt schon 2x gemacht und nach über 30 Jahren Fahrpraxis noch einiges gelernt.

      :auto:

      Mit freundlichen Grüßen

      Wiebke

      Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt. Nämlich durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen. (Ernest Hemingway)
    • Das mit dem Fahrsicherheitstraining kann ich nur unterstützen. Habe das jetzt schon 2x gemacht und nach über 30 Jahren Fahrpraxis noch einiges gelernt.


      Kannst du mir sagen wo du es gemacht hast und welches Programm? Ich werde es voraussichtlich beim ADAC machen und erstmal das für "junge Leute" oder wie das genau heißt. Welches hast du noch zusätzlich gemacht und was kam dort dran?

      :) LG

      via Smartphone
      :adamrotl: ADAM since III.IX.MMXV :adamrotr:
    • Ich war auch schon mal beim Fahrsicherheitstraining. Man beginnt ja mit einer Art Grundkurs. Das war bei mir dran:

      - Slalom fahren

      - Vollbremsungen von 30, 50, 80 bis zum Stillstand

      - Vollbremsungen auf nasser Fahrbahn

      - Vollbremsung auf unterschiedlicher Bodenhaftung (auf einer Seite Teer auf der anderen Radseite auf rutschiger/glatter Fahrbahn)

      - Gefahrenbremsungen mit Ausweichen von Hindernissen

      - Kurvenfahrt bei Glätte (man durfte auch etwas driften wenn es der Trainer erlaubte :D )

      Dazu gab es auch noch etwas Theorie und natürlich auch wichtig wie man die sicherste Sitzposition einnimmt. Danach haben jedenfalls die Bremsscheiben geglüht und ich hatte den ganzen Heimweg Bremsfading also ein weiches Bremspedal, das war dann nicht mehr so angenehm ;) . Aber nun 25.000km später sind keine Schäden aufgetreten am Fahrwerk, denn das Auto wird schon etwas härter rangenommen als im normalen Straßenverkehr.